09.10.2014

Charlaine Harris - Vorübergehend tot


'Sookie Stackhouse jobbt in einer Kleinstadt in Louisiana als Kellnerin. Sie ist still, introvertiert und geht selten aus. Nicht, daß sie nicht hübsch wäre. Im Gegenteil. Sookie hat nur, na ja, eben diese Behinderung. Sie kann Gedanken lesen. Das macht sie nicht gerade begehrenswert. Doch dann taucht Bill auf. Er ist groß, düster, gutaussehend - und Sookie hört kein Wort von dem, was er denkt. Er ist genau die Art Mann, auf die sie schon ihr ganzes Leben lang wartet ...'

Sookie Stackhouse ist eine ziemlich hübsche Kellnerin in einer Bar in Bon Temps und seit einigen Jahren dürfen Vampire nun sozusagen offiziell der Gesellschaft beiwohnen. Doch in Bon Temps ist davon noch nicht viel angekommen. Nicht aber so an diesem Abend. Denn zu dieser Zeit betritt der Vampir Bill Compton die Kneipe und Sookie ist hin und weg: genau darauf hatte sie doch gewartet! Allerdings hätte sie sich sicherlich nicht träumen lassen, welche Probleme die Beziehung zu einem solchen Mann birgt. 


Meine Meinung

Ich fand Vorübergehend tot fantastisch! Es hat mich in seinen Vampirbann gezogen, wie es einst die Serie True Blood vor knapp 4 Jahren geschafft hat. Der Vorteil ist hierin, wie auch auf der Bücher.de - Seite erwähnt, dass sich die Bücher von Charlaine Harris, im Gegensatz zu denen von Stephenie Meyer, eher an ein erwachsenes Publikum richten und das merkt man, wie ich finde, sehr deutlich. Wo es bei Biss zum Morgengrauen kaum sexuelle Anspielungen oder erotische Avancen gibt, sagt Vorübergehend tot gerade heraus, was es will.
Ich muss auch sagen, dass ich bezüglich der Serie fand, dass der Charakter der Sookie Stackhouse äußerlich extrem gut durch Anna Paquin (oder Rogue ;) ) umgesetzt wurde, allerdings störten mich die Eigenschaften dieser Figur in der Serie teilweise maßlos. Ich fand sie viel zu naiv und teilweise auch echt nervig. Ich hatte mich seelisch schon darauf vorbereitet, eine genauso nervige Protagonistin wie in Cry Baby an der Backe zu haben, aber nein, dem war gar nicht so. Ich fand Sookie sogar äußerst schlau. Ich weiß nicht, ob die Dinge, die sie teilweise sagt, nicht richtig umgesetzt wurden und dadurch der Eindruck entsteht, sie wäre ein bisschen blöd, oder möglicher Weise habe ich auch eine andere Wahrnehmung des Gesagten, als die Menschen, die da Drehbuch für die Serie geschrieben haben.
Ein weiterer Pluspunk war für mich außerdem, dass es eigentlich recht wenig Romantasy vereint, dafür aber mehr Spannung, Thrill und richtige Erotik. Außerdem war es schnell zu lesen und kein Stück langatmig.

So, genug in den Himmel gelobt, jetzt kommt Kritik. Diese betrifft höchstwahrscheinlich nicht die Autorin an sich, aber den/die Übersetzer/in. Oh mein Gott. Es sind so viele Rechtschreibfehler im Buch, dass ich am liebsten meine Hände über dem Kopf zusammengeschlagen hätte und schreiend davon gelaufen wäre. Sicher, ich habe auch schon Wörter falsch geschrieben. Aber ich werde ja auch nicht dafür bezahlt, etwas ordentlich zu übersetzen. Von kleinen Tippfehlern mal abgesehen, fange ich mal mit den weit weniger schlimmen Dingen an: Wörter wie naß und faßte lasse ich mir ja im Jahr 2014 mit ß statt mit ss noch gefallen, auch wenn es sich erst einmal komisch liest. Weiterhin fielen dann aber Wörter wie irgendetwas, die irgend etwas, also getrennt geschrieben wurden und am allerschlimmsten: heute abend! Aaaah! Der Abend ist DER Abend und wird groß geschrieben!
Möglicher Weise rege ich mich hier unnötig auf, da die Einführung der neuen Rechtschreibung ja auch noch nicht 100 Jahre her ist, aber das hat meinen Augen schon sehr weh getan!

Fazit

Hach, was soll ich noch sagen? Trotz dieser erwähnten Augenschmerzen fand ich das Buch grandios und würde am liebsten direkt Untot in Dallas weiterlesen, aaaber da ich ja nichts kaufen darf oder eher kann und auch gerade auf Tauschseiten nichts zu finden ist, mache ich mich erst mal an andere Bücher heran.


Textstellen

'"Ein Vampir, hier mitten in Bon Temps!" Oma wirkte erfreut. "Hat er irgendwen in der Kneipe gebissen?"' (S. 21)
'Ich fragte mich erbost, wer ihm das Autofahren beigebracht haben mochte. Höchstahrscheinlich Henry Ford.' (S. 115)


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Kommentare:

Schmökermädchen hat gesagt…

Hallo:) Dein Blog gefällt mir total gut! Ich habe Dich für den "Liebster Blog"- Award nominiert und ich würde mich freuen, wenn Du mitmachen würdest!
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Viele liebe Grüße,
Anna von Schmökermädchen

Jani ne hat gesagt…

Du hast einen sehr schönen Blog, leider finde ich ihn viel zu dunkel mit dem dunkeln hintergrund und so :(