Posts mit dem Label Rezensionen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Rezensionen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

05.04.2015

Gosho Aoyama - Detektiv Conan Band 2

  • Autor: Gosho Aoyama
  • Titel: Detektiv Conan
  • Band 2
  • Taschenbuch, 192 Seiten
  • Verlag: Egmont (www.egmont-vg.de)
  • ISBN: 9783898853835
  • Erschienen: 01/2002
  • Preis: 6,50 € 
  • Kaufen: Medimops für 2,99 €

'Conan hat in der Detektei von Kogoro Mori, dem Vater seiner Freundin Ran, Unterschlupf gefunden und setzt nun alles daran, das Geheimnis um die mysteriöse Organisation, der er den ganzen Schlamassel zu verdanken hat, zu lüften. Um keinen unnötigen Verdacht zu erregen, geht er widerwillig auf die Grundschule und löst nebenbei aus dem Hintergrund Kogoro Moris Fälle, der bald als Detektiv in aller Munde ist. Doch der wahre Meisterdetektiv ist natürlich Conan!'


Meine Meinung

Meine Meinung über den ersten Band könnt ihr lesen, indem ihr einfach mal hier klickt.
Sehr ausschweifen werden die Rezensionen zu Mangas selbstverständlich nicht, da man hier kaum den Schreibstil usw. beurteilen kann, da der Großteil des Textas in Mangas natürlich aus Mono- oder Dialog besteht.
Als überraschend empfand ich in diesem zweiten Band aber die Zeichnungen, die auf mich mit meinen 20 Jahren schon relativ erschreckend wirken. Also nicht nach dem Motto 'AH ich hab Angst!' sondern eher so auf dem Gänsehautlevel. Sowieso bin ich eher der Typ der Zeichnungen und Skizzen vom Gruselfaktor her besser findet, oder auch die Masken in alten Filmen, wie zum Beispiel dem Exorzisten, als weitaus furchterregender empfindet, als die eigentlich viel 'realeren' und besser verarbeiteten heutzutage.
Ich empfand es deshalb als überraschend, weil ich immernoch der Annahme bin, dass die meisten Mangas eher von Kindern bzw. Jugendlichen gelesen werden und ich denke, das Kinder viel schneller zu erschrecken und zu gruseln sind, als Erwachsene.
Im Vergleich zu Sailor Moon muss ich aber auch sagen, dass ich die Struktur der Zeichnungen hier viel besser finde, sehr viel klarer und nicht so wirr.


Fazit

Schöne Fortsetzung des ersten Teils. Definitiv für Liebhaber von Mangas mit Rätselspass und Thrill.



♣ ♣ ♣ ♣

29.03.2015

Stephenie Meyer - Biss zum Abendrot

  • Autorin: Stephenie Meyer
  • Titel: Biss zum Abendrot
  • 3. Teil der Biss-Reihe
  • Taschenbuch, 620 Seiten
  • Verlag: Carlsen (www.carlsen.de)
  • ISBN: 9783551582508
  • Erschienen: 02/2008
  • Preis: 9,99 €
  • Kaufen: Medimops für 3,19 €

'"Bella?"
Das war Edwards Stimme hinter mir. Als ich mich umdrehte, sprang er leichtfüßig die Verandatreppe hinauf, die Haare vom Rennen zerzaust. Sofort nahm er mich in die Arme und küsste mich, genau wie vorhin auf dem Parkplatz. Der Kuss erschreckte mich. Edward wirkte so nervös, so angespannt, als er seine Lippen auf meine presste - als hätte er Angst, dass uns nicht mehr genug Zeit bliebe.
Der Tag der Entscheidung rückt immer näher - was wird Bella wählen: Leben oder Tod?


Meine Meinung

OH MEIN GOTT.

Diese 3 Worte fassen meinen Gesamteindruck dieses unfassbaren Buches sehr gut zusammen.
Ich war so schockiert, dass ich meinen Freund am liebsten angebrüllt hätte, als ich ihm von dem Buch erzählt hab, also vor lauter Euphorie. Meine Worte nach knapp 300-400 Seiten waren 'Oh Gott, das ist das beste Buch von allen!'  
Ohne Scheiß. Ich bin so so begeistert von Biss zum Abendrot und ich werde Meyer auf ewig dafür lieben, dass sie es geschrieben hat. Die Spannung war natürlich ein bisschen raus, da ich den Film ja schon Jahre vor dem Buch gesehen habe und so natürlich wusste wie es endet aber diese unglaublich gute Geschichte um das Volk der Werwölfe und wie es entstanden ist, hat mich so umgehauen und vor allem hat sie mich derart gefesselt, dass ich dachte ich lese ein komplett anderes Buch.
Was ich suuuper großartig finden würde, wäre natürlich eine Geschichte nur um die Wölfe und deren Legenden. Die liebe Stephenie hat sich da wirklich etwas ganz tolles ausgedacht. Ich kann kaum in Worte fassen, wie sehr mich dieser Abschnitt hypnotisiert hat.
Außerdem haben mir auch die Schilderung der vorherigen Leben von Rosalie und Jasper sehr gut gefallen.

Der Schreibstil gefällt mir natürlich auch hier genauso gut wie in Biss zum Morgengrauen und Biss zur Mittagsstunde. Man kommt gut voran auch bei seinen ansehnlichen 620 Seiten. Außerdem freut man sich natürlich auch hier auf die weiteren Bände und ich bin jetzt vor allem sehr neugierig auf das Buch Biss zum ersten Sonnenstrahl, in dem es um die liebe Bree geht.



Fazit

Ich habe absolut nichts an dem Buch auszusetzen, wenn dann an der Verfilmung, wie es bei mir fast immer ist, weil einfach für mich viel zu wichtige Dinge außen vor gelassen wurden.
Ich ärgere mich außerdem ein bisschen, dass ich den beiden Vorgängern ebenso eine volle Punktzahl gegeben habe, denn so kann man nicht so ganz vergleichen wie sehr viel mehr mir dieses im Gegensatz zu den anderen gefallen hat.



Textstellen

' "[...] Was bleibt mir anderes übrig?"
Das war als rhetorische Frage gemeint.
Seine Worte kamen wie Peitschenhiebe. "Alles. Alles andere. 
Es wäre besser, du wärst tot. Das wäre mir lieber." ' (S. 186)


♣ ♣ ♣ ♣ ♣

14.03.2015

Charlaine Harris - Club Dead

  • Autorin: Charlaine Harris
  • Titel: Club Dead
  • 3. Teil der Sookie Stackhouse Reihe
  • Taschenbuch, 286 Seiten
  • Verlag: Feder&Schwert (www.feder-und-schwert.com)
  • ISBN: 9783937255163
  • Erschienen: 02/2005
  • Preis: 9,95 €
  • Kaufen: Medimops für 3,19 €


'Sookie Stackhouse hat nur mit einem Vampir freiwillig Umgang, und das ist ihr Geliebter Bill. Aber er ist in letzter Zeit so distanziert - und außerdem in einem anderen Staat. Sein finsterer, unattraktiver Chef Eric hat eine Idee, wo er sein könnte. Ehe sich Sookie versieht, ist sie in Jackson, Mississippi, um sich in der Unter-Unterwelt des Club Dead umzusehen. Das ist ein gefährlicher kleiner Laden, in dem sich die elitäre Vampirgesellschaft trifft, um auszuspannen und sich einen Schluck Null Rhesus Negativ zu gönnen. Aber als Sookie Bill endlich findet - und ihn bei einem schlimmen Verrat erwischt -, ist sie nicht sicher, ob sie ihn retten...oder ein paar Pflöcke anspitzen soll.'
 
 
Meine Meinung
 
Club Dead ist der dritte Teil der Reihe und auch dieser erntet großes Lob von mir.
Da ich die dritte Staffel auch bereits gesehen habe, muss ich aber sagen, dass mir das Buch dazu insgesamt natürlich trotzdem besser gefallen hat, einfach weil es detailreicher ist und man über die Charaktere mehr erfährt, andererseits finde ich aber auch, dass es nicht so spannend und interessant war, wie seine beiden Vorgänger Vorübergehend tot (1) und Untot in Dallas (2). Was die Fülle an Geschichten und Geschehnissen angeht, hat die Staffel eindeutig gewonnen, denn in den Büchern ist man dank der in der Vergangenheit spielenden Ich-Perspektive von Sookie nie außerhalb der Handlung, die sich um die liebenswürdige Protagonistin dreht. In der Serie erfährt man so natürlich auch was beispielsweise im Merlotte's abgeht, während Sookie mal wieder nicht bei der Arbeit ist oder was ihr Weiberheld von Bruder Jason so treibt.
Der klare Pluspunkt der Bücher ist auch hier wieder die schon erwähnte personale Erzählweise aus der Sicht von Sookie, die einfach ein bisschen anders ist, als ich es sonst von anderen Büchern mit dem gleichen Stil kenne. Sookie fragt den Leser teilweise Dinge, oder sie 'schreibt' Sachen wie 'Wissen Sie, ...' und spricht den Leser damit direkt an, das gefällt mir sehr an der Art von Harris.
Außerdem kann ich auch hier wieder nur betonen, dass die Produzenten der Serie sich einfach ein bisschen ins eigene Fleisch geschnitten haben, indem sie Sookie vollkommen naiv darstellen. Wer schaut sich schon gern eine Serie mit einer nervigen Protagonistin an? In dem Fall empfinde ich es meist sogar als Vorteil, dass man nicht die komplette Serie an der Seite von Sookie abhängt. Sie ist in den Büchern einfach so so anders, wie ich es kaum für möglich gehalten hätte, hätte mir das jemand vorher erzählt. Verstehen kann ich selbstverständlich nicht, wieso man die Hauptfigur einer ganzen Reihe so verändern musste. So ist auch Eric meiner Ansicht nach gar nicht so sehr der verabscheuungswürdige Chauvi und Pam nicht die arrogante Ziege wie in der Serie gern dargestellt. Vor allem Pam kommt in den Büchern auch ganz anders rüber und Sookie nennt sie (ohne jeglichen Sarkasmus) in diesem Teil sogar ihre beste Freundin. Wer würde das nach der dritten Staffel bitte denken?


Fazit

Weniger Spannung als in den letzten beiden Büchern, aber es werden einem wie immer mehr Details als in der Serie geboten, gerade was zwischenmenschliche Beziehungen angeht und gerade die sind in Serie und Buch meilenweit voneinander entfernt.



♣ ♣ ♣
 
 
 

12.03.2015

Tim Miller - Willkommen in Hell, Texas

  • Autor: Tim Miller
  • Titel: Willkommen in Hell, Texas
  • Taschenbuch, 160 Seiten
  • Verlag: Festa Extrem (www.festa-verlag.de)
  • Erschienen: 02/2015
  • Preis: 12,80 €

'Auf ihrem Roadtrip durch den Süden von Texas werden vier Collegestudenten irgendwo im Nirgendwo von einem Sheriff angehalten und verhaftet. Er beschuldigt sie illegale Einwanderer zu sein.
Die vier werden in das Städtchen Hell gebracht. Hier leben die Bürger nach ihren eigenen kranken Regeln. Und in der Kunst der sadistischen Vernichtung von Fleisch und Seele haben sie unvorstellbare Meisterschaft erlangt …'



Meine Meinung

Hier gilt wieder einmal dasselbe, wie sonst auch bei solch kurzen und vor allem den Festa-Extrem-Büchern: Da Festa selbst ihre Bücher meist nicht mit besonders hohem Anspruch einstuft, gibt es auch nicht unglaublich viel zu erzählen, zumindest ist das meine Meinung. Außerdem sind sie so kurz, dass mir gar nicht so viel Spielraum bleibt um groß etwas daran zu bemängeln oder super zu finden, daher auch nur ganz kurze Rezensionen
Das ist der größte Nachteil, den die Bücher aus meiner Sicht haben: Sie sind so kurz, dass ich mich nie richtig entscheiden kann, ob ich das gelesene eher als Kurzgeschichte oder wirklich als Buch werten soll. 160 Seiten ist so eine komische Zahl, dass es irgendwie weder Fisch noch Fleisch ist.
Auch Willkommen in Hell, Texas hatte einen gewissen Charme, war von der Grundthematik her aber schon sehr ausgelutscht: Eine Gruppe junger Menschen unterwegs nach Hause oder in den Urlaub, fährt auf einmal auf einer Straße lang, die in keiner Karte verzeichnet oder zumindest ziemlich verlassen ist. Handyempfang gibt's sowieso schon mal gar nicht. Dann werden sie angehalten und der Spaß beginnt. Hat man alles schon mal gehört, nicht? Genau. Und dann noch im selbigen Buch den Film The Hills Have Eyes zu erwähnen, der ja eben genauso abläuft, also ich weiß nicht ob das die pure Provokation sein soll oder einfach nur, entschuldigung, Dummheit. 
Auch dieses Zitat von Unbekannt: 'Tim Miller schreibt abartig ... abartig gut!' raubt mir um ehrlich zu sein den letzten Nerv. Ich hasse soetwas. Wieso macht man denn sowas? Das ist wie, wenn dir jemand zu einem Film, den du noch nie gesehen hast, sagt: 'Der ist so super, der haut dich aus den Socken und lässt dir die Schädeldecke wegfliegen!' Sowas macht man einfach nicht und Punkt. Wenn man dazu noch einen Autor, der das vielleicht mal über Miller gesagt hat, schreiben würde, wäre das ja noch ein bisschen was anderes, weil manch einer sich dann denkt 'Oh den find ich gut und der findet Miller gut, also ist das ja vielleicht was für mich' Das finde ich vollkommen in Ordnung. Mich stört auch nicht unbedingt, dass es dort steht, sondern schlicht und einfach, dass es nicht stimmt.
Miller's Schreibstil ist in einem Wort zusammengefasst einfach: gewöhnlich. Mehr nicht. Eben nicht besonders schlecht aber auch nicht unfassbar andersartig.
Der Ekelfaktor mag vielleicht bei dem einen oder anderen zugeschlagen haben, bei mir eher nicht. Da fand ich Population Zero vom liebenswürdigen Herrn White schon um einiges besser was Thematik und vor allem Ekel angeht.
Auch die letzte Seite war mir ein bisschen suspekt, es lässt Spielraum offen für so manch eine Interpretation des Ganzen, was ich nicht unbedingt schlecht finde, hat aber nicht so richtig zum Charakter der Person gepasst. Zumindest nicht so, wie man ihn kennengelernt hat, deshalb war das für mich ein bisschen komisch. Das Ende an sich hat mir zusammengefasst aber ganz gut gefallen, es hat irgendwie zu der Geschichte gepasst, aber es ist eben ein sehr typisches Ende von Horrorfilmen und -büchern.

 
Fazit

Ich glaube ich werde mir noch bis Ende des Jahres die Bücher vom Festa Extrem Verlag zuschicken lassen, immerhin bezahlt man im Abo nur 9,99 € statt den üblichen 12,80 €. Aber wenn die Qualität der Bücher bis dahin nicht besser ist, werde ich es wohl kündigen und mir nur mal ein paar einzelne rauspicken, in denen mir die Thematik gefällt. Vielleicht hab ich auch zur Zeit nur eine Pechsträhne und die Bücher sind einfach in den letzten Monaten nicht so dolle. Ich liebe schwarzen Humor eigentlich sehr und ich mag auch gern mal angeekelt sein, aber so richtig kriegen es die letzten Bücher nicht hin, mich vom Hocker zu hauen. Da les ich dann doch lieber einen guten Thriller oder auch mal einen Krimi. Da sind die Charaktere meist schön ausgearbeitet und die Geschichte ist viel detailreicher und teilweise auch besser durchdacht.


♣ ♣ ♣ ♣ ♣


06.03.2015

Wrath James White - Population Zero

  • Autor: Wrath James White
  • Titel: Population Zero
  • Taschenbuch, 160 Seiten
  • Verlag: Festa Extrem (www.festa-verlag.de)
  • Erschienen: 10/2014
  • Preis: 12,80 €

'Die unglaublich sadistische Geschichte eines Mannes, der die weltweite Überbevölkerung in den Griff bekommen will, indem er alle Frauen sterilisiert!

In 50 Jahren werden doppelt so viele Menschen auf der Erde leben wie heute. Für den Umweltaktivisten Todd Hammerstein ist das eine unerträgliche Vorstellung. Schon als kleiner Junge hat er gelernt, dass durch Kastration die ungebremste Fortpflanzung von Katzen und Hunden gestoppt werden kann. Warum sollte das nicht auch beim Menschen funktionieren? Als Sachbearbeiter im Sozialamt erlebt er täglich, wie Familien Nachwuchs in die Welt setzen und dann finanzielle Unterstützung vom Staat benötigen. Irgendwann hat er genug und beschließt, der Menschheit einen Dienst zu erweisen. Mit Werkzeugen aus dem Baumarkt und Anleitungen aus dem Internet setzt er seine perverse Mission in die Tat um!'




Meine Meinung

Da es nur ein sehr kurzes Buch ist, gibt es wieder einmal nur eine kurze Rezi.
Ich habe bisher drei der Festa Extrem Bücher gelesen und muss sagen, dass dieses hier das einzige von den dreien ist, das hält, was es verspricht, nämlich extrem zu sein, dir die Haare im Nacken aufstellen zu wollen und dich dazu zu bringen, deine Augen beim Lesen vor Ekel zusammenzukneifen. Danke sehr.
An sich finde ich die Thematik des Buches auch sehr spannend, und beides passt gut zueinander: Problem und gewählter Lösungsweg. Ich kann mich auch nicht entscheiden, ob ich dieses riesige Problem, das es ja tatsächlich jetzt gerade in diesem Augenblick auf der Welt gibt, oder den (zugegebenermaßen recht blutigen) Lösungsweg interessanter finde. Beide Seiten sind sehr einnehmend.
Den Charakteraufbau fand ich recht gelungen für die knappen 160 Seiten. Todd ist irgendwie sympathisch obwohl er mordet, vor allem durch die vielen Gedankengänge die man mitverfolgen kann. Erinnerte mich ein bisschen an die Beziehung die man zu Salfeld in Das Falsche in mir aufbauen konnte.



Fazit

Ja, Population Zero ist schon eher ein Buch, das den 'Extremfaktor' hat. Extremeklig, extremblutig, extreminteressant. Das Buch hat mich vorwiegend durch seine Thematik an Land gezogen. Nichts desto trotz bekommt es die fast vollständige Punktzahl, da es einfach hält, was es verspricht.





♣ ♣ ♣ ♣

22.02.2015

Richard Laymon - Die Insel

  • Autor: Richard Laymon
  • Titel: Die Insel
  • Taschenbuch, 576 Seiten
  • ISBN: 9783596188789
  • Verlag: Heyne (www.heyne.de)
  • Erschienen: 08/2006
  • Preis: 9,95 €
  • Kaufen: Medimops für 3,19 €

'Nach der Explosion ihrer Jacht finden sich acht junge Urlauber auf einer einsamen Südseeinsel wieder, weitab von jeder Zivilisation. Was als Abenteuer beginnt – früher oder später wird sie ja bestimmt jemand retten, denken sie –, entwickelt sich jedoch zu einem Albtraum, aus dem es kein Entrinnen zu geben scheint: als nämlich einer von ihnen auf bestialische Art und Weise ermordet wird und sich herausstellt, dass die Explosion der Jacht kein Unfall war …'


Meine Meinung

Ich muss schon sagen, dass ich natürlich sofort wieder etwas sehr gutes erwartet habe, als ich Die Insel aus dem Lostopf gezogen habe. Und ich wurde nicht enttäuscht.
Das ganze Buch besteht aus Tagebucheinträgen von der Hauptfigur Rupert Conway. Dieser Name bringt mich immernoch zum Schmunzeln. Genau wie bei Gone Girl hat mir dieses Stilmittel auch hier sehr gefallen. Beim Lesen habe ich hier allerdings im Gegenteil dazu, sehr oft vergessen, dass es sich um Tagebucheinträge handelt, einfach weil ich so vertieft und gespannt war.
Über den Schreibstil von Laymon brauche ich glaube ich nicht mehr viel sagen: Ich liebe ihn einfach! Niemand sonst schafft es, mich so für seine Geschichte einzunehmen und ein fast 600seitiges Buch innerhalb von 3 - 4 Tagen lesen zu lassen.
Stephen King und Dean Koontz haben schon recht, wenn sie sagen 'Es wäre ein Fehler, Richard Laymon nicht zu lesen' oder 'Richard Laymon hat einen Pakt mit dem Teufel geschlossen, so schreiben kann niemand.'
Anmerken muss ich aber, dass ich anfangs ein wenig enttäuscht war, weil ich dachte Oh nein, jetzt geht es doch nicht etwa die ganze Zeit darum, wie sie von dieser verdammten Insel runterkommen, oder?
Aber nein, geht es nicht. Ich habe mich sehr geirrt. Eigentlich ist sowas langweiliges von Laymon  auch nicht zu erwarten. Mit das Interessanteste an seinem Stil ist, wie ich finde, vor allem, wie er es schafft Zuneigung und Erotik in eigentliche Thriller/Horror-Bücher mit einzubinden und zwar nicht immer auf die vollkommen kranke Art. 
Was mich letztendlich auch dazu verleitet hat, dass mir das Buch nicht nur gut sondern sehr gut gefallen hat, war die allerletzte Seite. Dieses eigentliche (mehr oder weniger) Happy End gepaart mit einem Charakterzug den man hätte eigentlich irgendwie erahnen können, es ihm aber doch nicht zugetraut hätte. Von der Spannung mal ganz zu schweigen. Von Seite 0 an will man wissen, was passiert und warum und Laymon setzt immer wieder einen drauf und jedes Mal wenn man denkt, okay, mehr geht nicht, dann kommt mehr.
 

Fazit

Ich habe lang hin und her überlegt, wie viele Kleeblätter ich diesem Buch geben soll, bin aber schlussendlich dazu gekommen, dass es mich ebenso sehr gefesselt hat wie Das Spiel, nur auf eine andere Art und Weise. Über die restlichen Punkte braucht man bei Laymon eh nicht zu diskutieren, und obwohl dies erst das 2. Buch des Autors ist, das ich lese, weiß ich jetzt schon, dass mich sicherlich kaum eines seiner Bücher in Zukunft enttäuschen wird. 



Textstellen

'Connie schnaubte verächtlich. "Mom hat doch keine Ahnung.
 Ich will dich ungefähr genauso haben wie ein Loch im Kopf."' (S. 199)

 
♣ ♣ ♣ ♣ ♣

20.02.2015

Gillian Flynn - Gone Girl

  • Autorin: Gillian Flynn
  • Titel: Gone Girl - Das perfekte Opfer
  • Taschenbuch, 584 Seiten
  • ISBN: 9783596188789
  • Verlag: Fischer/Scherz (www.fischerverlage.de)
  • Erschienen: 08/2013
  • Preis: 9,99 €
  • Kaufen: 7,19 € (HC) bei Medimops

'"Was denkst du gerade, Amy?” Diese Frage habe ich ihr oft während unserer Ehe gestellt. Ich glaube, das fragt man sich immer wieder: Was denkst du? Wer bist du? Wie gut kennt man eigentlich den Menschen, den man liebt?
Genau diese Fragen stellt sich Nick Dunne am Morgen seines fünften Hochzeitstages, dem Morgen, an dem seine Frau Amy spurlos verschwindet. Die Polizei verdächtigt sogleich Nick. Amys Freunde berichten, dass sie Angst vor ihm hatte. Er schwört, dass das nicht wahr ist. Dann erhält er sonderbare Anrufe. Was geschah mit Nicks wunderbarer Frau Amy?'



Meine Meinung

Also erstmal muss ich mich ein bisschen über den Buchrückentext aufregen. Ich meine, mal an jeden der das Buch gelesen hat: Ich finde 'sonderbare Anrufe' ganz schön irreführend. Immerhin erhält er keine 'sonderbaren' Anrufe. Viel kann ich dazu natürlich ohne zu spoilern nicht sagen, aber ich glaube wenn man das Buch gelesen hat weiß man, was ich meine und sowas nervt mich fast genauso sehr wie Rechtschreibfehler.
Ansonsten habe ich gar nicht so super viel zum Buch zu sagen. Was mir sehr stark aufgefallen ist: Dass es viele spannende Momente gibt, die Spannung aber danach direkt wieder abfällt und durch lahme, langatmige Abschnitte weitergeführt wird. 
Außerdem finde ich auch, dass man den 'großen' Wendepunkt recht früh voraussieht. 
Allerdings hat mir auch hier wieder der Schreibstil von Flynn sehr gut gefallen. Im Großen und Ganzen kann ich aber sagen, dass mir Cry Baby definitiv besser gefallen hat, auch wenn mich die Protagonistin echt genervt hat.


Fazit

Im Endeffekt kann ich definitiv sagen, dass ich den Hype um das Buch nicht verstehen kann. Klar, die Grundgeschichte liest man nicht so häufig wie die 0815 Cop-Krimis, trotzdem ist es für mich ein recht durchschnittliches Buch, das so einige Mängel was Spannung und Vorhersehbarkeit angeht vorzuweisen hat.

 
Textstellen

Damit hatte ich die Polizei zum fünften Mal belogen. Und ich fing gerade erst an. (S. 57)
Ich bin ein großer Fan von Halbwahrheiten - ich lüge, indem ich etwas verschweige. (S. 190) 



♣ ♣ ♣ ♣ ♣

10.02.2015

Christa Bernuth - Das Falsche in mir

  • Autorin: Christa Bernuth
  • Titel: Das Falsche in mir
  • Taschenbuch, 352 Seiten
  • ISBN: 9783462045895
  • Verlag: dtv (www.dtv.de)
  • Erschienen: 01/2014
  • Preis: 14,90 €
  • Kaufen: Medimops 3,79 € , reBuy 2,29 €

'Lukas Salfeld, 50, führt ein ganz normales Leben. Niemand ahnt, dass er als Jugendlicher im Gefängnis saß, weil er seiner damaligen Freundin Marion die Kehle durchgeschnitten und ihr post mortem tiefe Messerstiche beigebracht hatte. Viele Jahre gelingt es ihm, seinen kranken Trieb zu bekämpfen. Eines Tages begegnet er einem Mädchen, das seiner toten Freundin auf fatale Weise ähnlich sieht. Seine gefährlichen Fantasien gewinnen immer mehr die Oberhand. Zeitgleich wird ein totes Mädchen aufgefunden, das auf dieselbe Weise wie damals Marion ermordet wurde. Die ermittelnden Kommissare entdecken schnell die Parallelen zum früheren Mordfall. Um einer Verhaftung zu entgehen, taucht Salfeld unter - mit dem kühnen Plan, als Gejagter selbst zum Jäger zu werden, um die Spur des Mörders aufzunehmen. Doch was, wenn er dabei sich selbst überführt? Denn an die Mordnacht hat Salfeld keinerlei Erinnerung...'


Meine Meinung

Dieses Buch hat mich sehr überrascht, gefesselt, sprachlos gemacht und zu guter letzt begeistert.
Allein der Klappentext bzw Buchrücken machte mich neugierig auf mehr, Geschichten rund um verlorene Gedächtnisse sind neben denen mit Zombies meine liebsten. Sie lassen so viel Spielraum für die Möglichkeiten die es für alle Beteiligten gibt. Man muss so viel darüber nachdenken, wer solche Momente gut für sich ausnutzen könnte. Und natürlich muss man sich fragen: Könnte er es getan haben oder nicht?

Grob unterteilt ist das Buch in mehrere Teile, wobei es ab dem zweiten Teil abwechselnd mit der eigentlichen Geschichte Tagebucheinträge eines Mädchens zu lesen gibt. Zweiter Pluspunkt für Bernuth aus meiner Sicht. 
Neben diesen Tagebucheinträgen hat man außerdem auf der einen Seite die persönliche Sicht Salfelds und die auktoriale Erzählweise rund um die Detectives.

Den dritten Pluspunkt hat die liebe Christa eher unfreiwillig gesammelt. Und zwar einfach dadurch, dass sie auf deutsch schreibt. Ich finde das merkt man, zumindest wenn man selbst Deutscher ist, immer sehr stark. Auf eine sehr positive Art. Ich habe das Gefühl dass ich einfach schneller mit dem Buch voran komme, außerdem gehen durch Zwischenschritte wie Übersetzung keine Pointen oder kleine Witze verloren.

Was ich außerdem sehr interessant fand, war diese eben erwähnte Sicht von Salfeld. Offensichtlich hat er ja schon mal im Jugendalter einen Mord begangen, weshalb ich die Frage ob er den jetzigen Mord begangen hat, mal unberücksichtigt lassen werde und ihn darum für diesen kleinen Abschnitt 'den Mörder' nenne. Ich kann mich einfach beim besten Willen an kein einziges Buch erinnern, in dem ich so viel über das Gefühlsleben 'des Mörders' erfahren habe. Was er dabei denkt und empfindet, wenn er dieses im Klappentext erwähnte Mädchen sieht, dass seiner toten Freundin so ähnlich ist. Sehr sehr gut beschrieben und dadurch ist Salfeld für mich auch irgendwo sympathischer geworden, ganz gleich ob er ein Mörder ist oder nicht und bevor ich wusste ob er es getan hat oder nicht. Diesen Punkt finde ich schon fast am allerspannendsten im ganzen Buch.
Welche ich aber auch nicht zu unterschätzen fand, war derjenige Aspekt, als man herausfindet, wer alles mit wem unter einer Decke steckt und vor allem wie die ganze Geschichte mit einem der Detectives zusammenhängt.


Fazit

Wer gute spannende Thriller-Krimi-Mischungen zu schätzen weiß, wird dieses Buch sicher gern haben. Es war wirklich eine Erfrischung, eine etwas andersartige Geschichte zu lesen und nicht nur dieses schnöde Mörder-bringt-jemanden-um,-Detectives-jagen-ihn-und-sitzen-irgendwann-selbst-als-Zielscheibe-dessen-in-der-Falle-Gewäsch. Ganz klar volle Punktzahl.



 ♣ ♣ ♣ ♣ ♣

26.01.2015

Nunu Kaller - Ich kauf nix!

  • Autoren: Nunu Kaller
  • Titel: Ich kauf nix! Wie ich durch Shopping-Diät glücklich wurde
  • Taschenbuch, 272 Seiten
  • ISBN: 9783462045895
  • Verlag: KiWi (www.kiwi-verlag.de)
  • Erschienen: 11/2013
  • Preis: 8,99 €
  • Kaufen: Medimops  6,49 € , reBuy 5,39 €


'Hilfe! 34 Röcke - und nichts zum Anziehen? Ein fröhliches Plädoyer für Shopping-Enthaltsamkeit
Für viele wäre es wohl die Höchststrafe. Die junge Wienerin Nunu Kaller macht es freiwillig: ein Jahr Shoppingboykott, ein Jahr ohne neue Kleidung, ohne neue Schuhe, Schmuck oder Taschen. Aber ein Jahr voll neuer Styling-Ideen, mit Spaß am Selbermachen - und jeder Menge neuer Lebensenergie.
'


Meine Meinung

Das Buch von der lieben Nunu, die auch bekannt unter ihrem Blognamen ichkaufnix.wordpress ist, hat mich sehr erheitert und mir den letzten Kick in die richtige Richtung gegeben, allerdings scheint das nicht jeden zu erfreuen.
Nachdem ich nach dem Lesen des Buches eine elendig lange Diskussion mit meinem Freund geführt habe, ob es denn wirklich nötig sei, jetzt auch noch ökologisch faire Kleidung zu kaufen, obwohl man doch schon 2 Jahre Vegetarier ist und sich nur mit Naturkosmetik die außerdem vegan ist, anschmiert. Und ich sage: Ja, es ist nötig. Seine Antwort daraufhin: Wenn du jetzt Öko wirst, dann weiß ich nicht mehr weiter.
Und da habe ich mich zum ersten Mal gefragt, was so viele Leute überhaupt falsch daran finden, etwas zu tun, das eigentlich für alle Beteiligten das Richtige wäre.
Ich will sicherlich auf niemanden den Finger zeigen, das ist einfach nicht meine Art. Aber ich für mich selbst habe schon vor Jahren entschieden, dass ich das nicht mehr mit meinem Gewissen vereinbaren kann. Und jetzt habe ich den richtigen Schubs bekommen. Danke dafür an die liebe Nunu.

Was ich sehr wunderbar an Ich kauf nix! finde, ist dass es auf den ersten Blick eher mit augenscheinlichen Tipps zum Nicht-shoppen locken könnte, weshalb ich es ehrlich gesagt ursprünglich auch gekauft habe, nämlich wegen der Angewohnheit viel zu viele Bücher zu kaufen.
Wenn man dann aber drin ist, geht es nicht mehr so sehr um das 'Ich will nix kaufen weil mein Schrank platzt' sondern eher um ein 'Wie wird meine Kleidung eigentlich produziert, von wem und welche Stoffe und Chemikalien sind darin verarbeitet?' Darum würde ich es auch jedem ans Herz legen.

Schockiert haben mich in diesem Buch natürlich auch einige Dinge. Gar nicht so sehr die Geschichten die aufgedeckt wurden, denn natürlich hat jeder schon mal von den miserablen Zuständen in den Fabriken und den unglaublich beschissenen Lohnzahlungen an die dort arbeitenden Menschen gehört. Nein, es waren eher die Ausmaße, die diese Shoppingsucht bei der Autorin angenommen hatte. Alle zwei Monate 300 € für Stiefel auszugeben und fast jeden Monat einen knappen 100er beim sogenannten Textilschweden finde ich schon sehr sehr arg, genauso wie die Zahl 3, als sie über die Schränke schreibt in denen sie ihre Kleidung aufbewahrt.

Außerdem fand ich einige sehr interessante Dinge, die ich bisher vorher noch gar nicht so bedacht oder überhaupt davon gehört habe. Zum Beispiel dass für ein einziges Shirt knapp 2700 Liter Wasser, also 15 Badewannenladungen, benötigt werden. Oder wie es den Bauern geht, die die Baumwolle teilweise anbauen und aus lauter Verzweiflung und aufgrund des massig-hohen Schuldenberges den sie im Laufe der Zeit durch diesen Mist angehäuft haben, die Pestizide, die sie kaufen müssen selbst trinken um sich umzubringen. Auch, wie überfordert Nunu selbst mit der Zeit langsam war, weil es einfach so viele Informationen gibt, nur damit man ein Kleidungsstück kaufen und tragen kann, das fair angebaut wurde und dazu auch noch keine Giftstoffe durch deinen Körper wandern lässt.

Am Ende des Buches gibt es noch einmal ein paar Seiten die einzelne Stichpunkte zusammenfassen.



Fazit

Das Buch kann ich nur jedem ans Herz legen. Mehr habe ich dazu nicht zu sagen. Gedanken machen über so wichtige Dinge wie Gesundheit kann man sich schließlich nie genug.


Textstellen

'"Es könnte sogar sein, dass das Stiefel sein werden, die ich mir schon lange wünsche!"
"Das finde ich schön! Mir fällt gerade mit den Kindern in letzter Zeit immer wieder auf, 
dass man gar keine Vorfreude mehr erlebt. Das ist doch traurig, dass man sich inzwischen so schnell die Wünsche erfüllt, 
dass man gar nicht mehr davon träumen kann."' (S. 221)



 ♣ ♣ ♣ ♣ ♣

14.01.2015

Edward Lee & John Pelan - GOON - Das perfekte Wrestling-Match

  • Autoren: Edward Lee & John Pelan
  • Titel: GOON - Das perfekte Wrestling-Match
  • Taschenbuch, 160 Seiten
  • Verlag: Festa Extrem (www.festa-verlag.de)
  • Erschienen: 12/2014
  • Preis: 12,80 €
  • Kaufen: Festa

'Goon ist auf Wrestling-Tour - und Leichen liegen wie Müll am Wegesrand.



Goon ist ein Gigant. Die Kampfmaschine im Wrestlingring. Eis maskiertes Monster aus Muskeln und Samensträngen. Und offenbar ein Serienkiller, der seine weiblichen Fans vergewaltigt und verstümmelt. Davon ist zumindest Polizeiermittler Philip Straker überzeugt. 

Auch die Reporterin Melinda Pierce ist hinter Goon her. Indem sie sich den Wrestlern als willige Ringratte zur Verfügung stellt und Wünsche erfüllt, die selbst einen Porno-Star kotzen lassen würden, will sie der Bestie in Menschengestalt näherkommen ...'


Meine Meinung

Spätestens nachdem mir tierisch Angst, vor allem vor Edward Lee und den Festa Extrem - Büchern, gemacht wurde ('Also einen schwachen Magen solltest du nicht haben, ist schon arg eklig und ziemlich ziemlich krank'), musste ich es einfach tun: Mir das Festa Extrem Abo zulegen. Was gibt es besseres als Mord und Totschlag in seiner extremsten Form, verewigt auf Papier?, habe ich mir dann so still und heimlich dabei gedacht.

Nachdem ich GOON nun mit seinen läppischen 160 Seiten ausgelesen hatte, warte ich auf den richtigen Moment, mir Population Zero auch noch einzuverleiben und auf das nächste Buch des Verlags, denn GOON hinterließ neben einigen Schmunzlern nur einen recht faden Beigeschmack. Möglicher Weise habe ich aufgrund dieser 'Warnungen' mehr erwartet, als es eigentlich zu lesen gibt. Ich muss natürlich zugeben, dass es einen kleinen Abschnitt von 3-4 Seiten gibt, der dem ein oder anderen schon Übelkeit bereiten könnte, aber ehrlich gesagt kann ich, zumindest nach diesem Buch, überhaupt nicht verstehen, warum diese Bücher nicht einfach so im Handel erschienen sind, also wirklich nicht. Gerade diese obszöne Sprache wird in so vielen FSK-uneingeschränkten Büchern aufgegriffen, dass ich mir hier kaum noch dachte 'WAAAAS hat der da gerade geschrieben?!' Außerdem, sind wir doch mal ehrlich, sind es gerade die unter 18-Jährigen, die mit solchen Worten um sich schmeißen. Was die FSK 18 Beschränkung angeht, halte ich mich gern mit meiner Meinung um die Rechtfertigung zurück, denn eigentlich gefallen diese mir meist nicht, da ich sie kaum irgendwann einmal nachvollziehen konnte, weder mit 14 noch heute mit knapp 20. Außerdem glaube ich, es gibt solche und solche 'Kinder', genauso wie es diese und jene Erwachsene gibt.

Zur Geschichte an sich kann ich so viel sagen, dass ähnlich wie bei Tiranath, ruhig ein wenig mehr hätte geschrieben werden können, um die Geschichte auszuschmücken und die Spannung hochzuhalten, wodurch sich natürlich auch mehr Seiten ergeben hätten. Außerdem bin ich nicht völlig sicher, wie ich das Ende finden soll. Ich glaube ich neige eher in die Richtung, dass es für eine derart kurze Geschichte ein viel zu freakiges Ende war. Vielleicht sind das aber auch Lee's und Pelan's Stile.


Fazit


Im Großen und Ganzen habe ich das Gefühl gehabt, dass das Buch nicht so recht weiß, ob es eine Kurzgeschichte oder ein richtiger Horror-Roman sein will. Zum einen fehlt es mir einfach an Story und Spannung, zum anderen fand ich diesen fiesen Humor und die lockere Zunge in der Lee und Pelan geschrieben haben fantastisch. Ich glaube es ist nicht deren bestes Werk und deshalb werde ich vor allem Lee noch eine zweite Chance geben.

Textstellen

'Und damit beugte der junge Polizist sich vor, mit den Händen auf den Knien, und fing lautstark an, sich zu übergeben.
Herr im Himmel! Was sind wir eigentlich, die Kotzpolizei?, fragte Chief Kinion sich gereizt.' (S. 92)



♣ ♣ ♣ ♣ ♣

12.01.2015

Lisa Gardner - Blut ist dicker als Wasser

  • Autorin: Lisa Gardner
  • Titel: Blut ist dicker als Wasser
  • Taschenbuch, 544 Seiten
  • Verlag: Rowohlt (www.rowohlt.de)
  • ISBN: 9783499268052
  • Erschienen: 09/2014
  • Preis: 9,99 €
  • Kaufen: Medimops für 5,79 € , reBuy für 2,69 €

'Justin und Libby Denby führen ein Leben wie aus dem Hochglanzmagazin: Sie sind wohlhabend, gut aussehend, wohnen mit ihrer reizenden Tochter Ashlyn in einem wunderschönen Haus in bester Bostoner Lage. Die perfekte Familie.
Doch dann kommt der Abend, an dem die Denbys in die Katastrophe stürzen: Sie werden entführt und verschleppt, in ein altes Gefängnis im Norden New Hampshires. Ihre Entführer sind maskiert, die Motive völlig unklar. Geht es tatsächlich um Geld? Oder vielmehr darum, eine alte Rechnung zu begleichen?
Detective Tessa Leoni tappt lange im Dunklen. Sehr spät erst merkt sie: Auch hinter der schönsten Fassade lauern Abgründe ...
'


_______________________________________________________________________________________________________

Viel mehr gibt es zur Geschichte nicht zu sagen, allerdings möchte ich eine kleine Warnung vor dem Lesen herausgeben, die ich ehrlich gesagt auch gern vorher bekommen hätte: Wenn man die anderen Bücher der Autorin noch lesen möchte, sollte man, zumindest was diese Geschichte angeht, mit Wer stirbt, entscheidest du anfangen, da es in diesem auch schon teilweise um Tessa Leoni geht, jedenfalls wenn man sich bei diesem nicht vorher selbst spoilern will.
_______________________________________________________________________________________________________ 


 Meine Meinung


Im Allgemeinen ist zum Buch und dessen Erzählstil erst einmal zu sagen, dass sich die Ich-Perspektive von Libby mit dem auktorialen Stil abwechselt, anfangs immer pro Kapitel, später etwas gemischter. Das hat mich persönlich neben dem Hauptstrang der Ermittlungen recht neugierig auf das Gefühlsleben und die Sichtweisen von Libby gemacht. Die Kapitelunterteilung ist dabei recht klassisch gehalten, keine Riesenkapitel, aber auch keine, die nur aus 2 Seiten bestehen. Außerdem haben die Kapitel keine außergewöhnlichen Namen.

Die Charaktere an sich sind sehr interessant und authentisch, vor allem natürlich Libby, da man von ihr ja sozusagen aus erster Hand mehr erfährt. Richtig angenehm fand ich dabei, dass diese Hauptperson nicht die typische entführte Heulsusen-Hausfrau ist, sondern sich vor allem in den ersten Stunden noch auf die guten Dinge besinnen kann, die ihr in ihrem Leben wiederfahren sind, obwohl sie es in ihrer Kindheit und dem derzeitigen Leben, trotz Geld, alles andere als einfach hat.

Ich muss zum Abschluss auch sagen, dass mir dieser Krimi nach den letzten Büchern, die eher von Fantasy angehaucht waren, oder wie Ich kauf nix!, das mehr auf Selbsterfahrung baute und in das Genre Sachbuch gehörte, sehr gut getan hat. Ich kann halt einfach nicht ohne meine Krimis und Thriller leben.

Zum Zitat von Karin Slaughter auf dem Buchrücken: 'Eine Ausnahmeautorin!' mag ich mich nur soweit äußern, dass ich dies nach diesem Buch nicht unbedingt unterschreiben würde, mich aber nach nur einem gelesenen Buch natürlich nicht darauf versteifen würde. Der Plot und natürlich die kleinen und auch großen Twists sind gut gelungen, man wurde beim Raten kaum enttäuscht und die Charaktere gingen mir in ihrer Gefühlswelt auch recht nah, zumindest teilweise bei einigen Sätzen,aber ich habe dennoch schon bessere Bücher gelesen, wenn auch nicht mehr viel gefehlt hat.


Fazit

Schlussendlich ist es ein sehr solides Werk, dass durch authentische Charaktere und die Ich-Perspektive von Libby besticht. Die Warnung im roten Kasten kann ich hier nur noch mal wiederholen: Wer sich nicht selbst spoilern will, sollte vor diesem Buch Wer stirbt, entscheidest du lesen. 


Textstellen

'Es gibt etwas, das ich im Alter von elf Jahren gelernt habe: Schmerzen haben einen Geschmack. 
Es stellt sich eigentlich nur die Frage, welchen.
An diesem Abend schmeckte mein Schmerz nach Apfelsinen.' (S. 5)



♣ ♣ ♣ ♣